
Meine Angebote
Meine Angebote richten sich an Einzelpersonen, Kinder, Jugendliche, Familien, Fachkräfte, Teams und Organisationen.
Beratung & Therapie
Systemische Beratung
Systemische Beratung ist ein wissenschaftlich fundierter, kontextbezogener Ansatz zur Begleitung von Einzelpersonen, Paaren und Familien. Sie unterstützt Menschen dabei, persönliche Herausforderungen im Zusammenhang ihres Lebenskontextes zu verstehen und neue, tragfähige Lösungen zu entwickeln.
Menschen werden als Teil sozialer Systeme mit spezifischen Rollen, Beziehungen, Aufträgen, Kommunikationsmustern und Rahmenbedingungen verstanden. Im Mittelpunkt stehen nicht Defizite, sondern vorhandene Fähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten.
Zentrale Ziele sind:
- Erweiterung von Denk- und Handlungsspielräumen
- Klärung von Rollen, Erwartungen und Aufträgen
- Förderung von Selbstreflexion und innerer Klarheit
- Aktivierung vorhandener Ressourcen
- Entwicklung kontextsensibler und umsetzbarer Lösungen
Systemische (Kinder- und Jugendlichen-) Therapie
Systemische Therapie ist ein anerkanntes psychotherapeutisches Verfahren mit besonderem Fokus auf soziale Wechselwirkungen und Beziehungsmuster im Zusammenhang psychischer Belastungen.
Im therapeutischen Setting arbeite ich unter anderem mit:
- Kontext- und Beziehungsanalyse
- Muster- und Kommunikationsarbeit
- Kompetenz- und Ressourcenorientierung
- Förderung von Selbstwirksamkeit und Selbstregulation
Je nach Fragestellung können relevante Bezugspersonen oder -Systeme einbezogen werden.
Systemische Traumatherapie
Als Traumatherapeutin lege ich besonderen Wert auf Sicherheit, Stabilität und Selbstregulation. Belastende oder traumatische Erfahrungen werden nicht vorschnell thematisiert, sondern eingebettet in einen stabilisierenden Prozess.
Eine mögliche traumakonfrontative Arbeit erfolgt erst dann, wenn ausreichend Stabilität, Regulationsfähigkeit und ein tragfähiges therapeutisches Bündnis vorhanden sind.
Zentrale Elemente sind:
- sorgfältige Ressourcenaktivierung
- Aufbau innerer und äußerer Sicherheit
- Vermittlung und Einüben von Stabilisierungs- und Distanzierungstechniken
- Förderung von Selbstwahrnehmung und Affektregulation
- Stärkung von Selbstwirksamkeit und innerer Kontrolle
Ziel ist eine achtsame und dosierte Bearbeitung, die Überforderung vermeidet und nachhaltige Integration ermöglicht. Der Schutz vor Retraumatisierung sowie die kontinuierliche Orientierung am individuellen Belastungsfenster haben dabei oberste Priorität.
Fachliche Grundlagen
Meine Arbeit basiert unter anderem auf systemtheoretischen und konstruktivistischen Ansätzen, lösungsorientierten Konzepten sowie Kommunikations- und Interaktionstheorien.
Sie ist geprägt von:
- Wertschätzung und Respekt
- Allparteilichkeit
- Ressourcenorientierung
- Vertrauen in Selbstorganisation und Selbstwirksamkeit
- Offenheit für unterschiedliche Perspektiven
Veränderung wird nicht vorgegeben, sondern gemeinsam entwickelt.
Beratung und Therapie verstehe ich als Hilfe zur Selbsthilfe.
Arbeitsweise und Methodik
Ich arbeite dialogisch, hypothesenbasiert und prozessorientiert. Methoden werden individuell und transparent eingesetzt.
Mögliche Zugänge sind unter anderem:
- systemische Fragetechniken (zirkuläre, hypothetische und Skalierungsfragen)
- Rollen- und Auftragsklärung
- Arbeit mit inneren Anteilen
- Genogramm- und Aufstellungsarbeit
- Reframing und Perspektivarbeit
- erlebnisorientierte Verfahren
Im Mittelpunkt stehen Ihre Themen, Ihre Ziele und Ihr Tempo.
Mögliche Anliegen
Ich begleite Kinder, Jugendliche und Erwachsene unter anderem bei:
- persönlichen Krisen und Übergängen
- Stress, Überforderung oder Erschöpfung
- Selbstklärung und Neuorientierung
- Beziehungsthemen
- familiären Herausforderungen
- Fragen zur eigenen Rolle oder Identität
- Stärkung von Resilienz und Selbstfürsorge
Auch wenn Ihr Anliegen hier nicht aufgeführt ist, können wir gemeinsam klären, ob eine Zusammenarbeit sinnvoll sein kann.
Professioneller Nutzen
Belastungen entstehen häufig in Wechselwirkungen – in Beziehungen, Erwartungen, Kommunikationsmustern oder inneren Konflikten. Wenn diese Zusammenhänge sichtbar werden, entstehen neue Handlungsspielräume.
Systemische Beratung und Therapie unterstützen dabei,
- komplexe Dynamiken zu verstehen
- Entscheidungsfähigkeit zu stärken
- Belastungen frühzeitig zu regulieren
- emotionale Klarheit zu gewinnen
- Beziehungsfähigkeit zu erweitern
- Selbstreflexion und Eigenverantwortung auszubauen
- Handlungssicherheit zu entwickeln
- Veränderungsprozesse reflektiert zu begleiten
So kann Entwicklung dort beginnen, wo zuvor vielleicht Stillstand oder Überforderung erlebt wurde.
Rahmen und Ablauf
Ein Erstgespräch dient dem gegenseitigen Kennenlernen sowie der Klärung Ihres Anliegens und Ihrer Ziele. Gemeinsam besprechen wir, welches Setting sinnvoll ist und wie der Prozess gestaltet werden kann.
Die Sitzungen finden in der Regel als Einzelsitzungen à 60 bis 90 Minuten statt und können in Präsenz oder – je nach Anliegen – online stattfinden. Die Frequenz wird individuell abgestimmt.
Ich arbeite im Rahmen einer Selbstzahlerpraxis. Informationen zu den Kosten finden Sie im Bereich „Honorare“.
Bei Fragen, scheuen Sie sich nicht davor, sich bei mir zu melden.
Supervision & Coaching
Was ist Supervision?
Supervision ist eine professionelle Form der Begleitung, die dabei unterstützt, das eigene berufliche Handeln zu reflektieren, Zusammenhänge zu verstehen und neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Sie bietet Raum, um Herausforderungen, Konflikte und Fragen aus dem Arbeitsalltag in Ruhe zu betrachten. Sie ermöglicht eine wertschätzende Außenperspektive auf eigene Muster und Dynamiken. In der systemischen Supervision werden Konflikte, Belastungen oder Unsicherheiten nicht vorschnell bewertet, sondern als Hinweise auf Entwicklungs- und Klärungsbedarfe verstanden.
In der systemischen Supervision werden Menschen, Rollen, Strukturen und Rahmenbedingungen immer im Zusammenhang gesehen. Denn berufliche Situationen entstehen nie isoliert, sondern im Zusammenspiel vieler Faktoren.
Mir geht es darum, Orientierung zu geben, vorhandene Ressourcen sichtbar zu machen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die im Alltag tragfähig bleiben.
Für wen ist Supervision geeignet?
Supervision richtet sich an Einzelpersonen, Teams und Organisationen, die ihre Arbeit reflektieren und weiterentwickeln möchten, zum Beispiel: Fach- und Führungskräfte, Pädagog:innen, Therapeut:innen, Berater:innen, Teams in sozialen, pädagogischen, gesundheitlichen oder wirtschaftlichen Kontexten, sowie Organisationen in Veränderungsprozessen, schwierigen Fallkonstellationen oder Fragen zur eigenen Professionalität.
Ob zur Klärung konkreter Anliegen oder als kontinuierliche Begleitung – Supervision passt sich Ihren Bedürfnissen an.
Typische Themen, Nutzen und Wirkung
Supervision schafft Abstand zum Alltag, eröffnet neue Sichtweisen, erweitert Handlungsspielräume, erhöht Sicherheit im eigenen Tun und unterstützt dabei, Konflikte konstruktiv zu bearbeiten. So entsteht mehr Klarheit, Souveränität und Zufriedenheit im Berufsalltag.
In der Supervision können unter anderem folgende Fragen bearbeitet werden:
- Wie gehe ich mit herausfordernden Situationen um?
- Wie wirken meine Rolle und mein Verhalten im Team?
- Wo entstehen Missverständnisse oder Konflikte?
- Wie kann Zusammenarbeit gelingen?
- Wie bleibe ich motiviert und gesund?
- Wie gestalte ich Veränderung konstruktiv mit?
Dabei stehen Ihre Erfahrungen, Fragen und Ziele im Mittelpunkt.
Supervision ist besonders hilfreich dabei:
- blinde Flecken zu erkennen
- neue Rollen oder Verantwortungsbereiche bewusst zu gestalten
- Handlungsspielräume zu erweitern
- mehr Sicherheit im eigenen Tun zu gewinnen
- Konflikte oder Spannungen im Team konstruktiv zu bearbeiten
- hohe Belastung und Erschöpfung zu verstehen und zu verändern
- Veränderungs- und Umstrukturierungsprozessen gut zu gestalten
- schwierige Fallkonstellationen zu reflektieren
- Fragen zur eigenen Haltung und Professionalität
- Führung, Leitung und Entscheidungsfindung zu begleiten
Formen und Ablauf
Je nach Anliegen und Zielsetzung biete ich verschiedene Formate an:
Einzelsupervision
Reflexion der eigenen Rolle, Entscheidungsfindung, persönliche Entwicklung (auch online möglich)
Teamsupervision
Stärkung der Zusammenarbeit, Klärung von Konflikten, gemeinsame Ausrichtung (vor Ort)
Leitungs- und Führungssupervision/Coaching
Begleitung in Führungsverantwortung, Rollenklärung, strategische Reflexion (auch online möglich)
Fallsupervision
Gemeinsame Betrachtung konkreter Arbeitssituationen und Klient:innenfälle
Jede Supervision beginnt mit einer gemeinsamen Klärung Ihres Anliegens und Ihrer Ziele. Darauf aufbauend gestalte ich den Prozess individuell und flexibel, so dass er genau zu Ihnen und Ihrer Situation passt.
Je nach Setting und Gruppengröße dauert eine Sitzung in der Regel 60 bis 90 Minuten. Einzelsupervision kann nach einem Kennenlerntermin auch online stattfinden.
Mir ist wichtig, dass der Prozess transparent und nachvollziehbar ist. So fühlen Sie sich jederzeit gut orientiert und sicher, während gleichzeitig Raum bleibt für alles, was sich im gemeinsamen Arbeiten zeigt.
Unterschied Supervision, Coaching und Therapie
Supervision, Coaching und Therapie überschneiden sich in manchen Methoden, unterscheiden sich jedoch im Fokus:
- Supervision: berufliche Rollen, Arbeitskontexte und Zusammenarbeit
- Coaching: Ziel- und Leistungsentwicklung
- Therapie: persönliche und psychische Belastungen
In meiner Arbeit fließen diese Perspektiven – je nach Anliegen – achtsam und professionell zusammen.
Systemische Organisationsentwicklung
Schwerpunkt: Organisationsentwicklung & Kulturwandel
Systemische Organisationsentwicklung versteht Organisationen als lebendige, dynamische Systeme, in denen Struktur, Kultur und Beziehung untrennbar miteinander verbunden sind und in denen implizite Regeln das Handeln prägen.
Veränderung wird nicht als rein strategische Maßnahme verstanden, sondern als Entwicklungsprozess, der auf Beteiligung, Reflexion und Selbstorganisation basiert.
Im Zentrum stehen:
- Klärung von Rollen, Verantwortlichkeiten und Aufträgen
- Förderung einer lernenden und resilienten Organisationskultur
- nachhaltige Gestaltung von Transformations- und Veränderungsprozessen
- Aktivierung vorhandener Ressourcen und Kompetenzen
Ziel ist es, Organisationen so zu begleiten, dass Entwicklung aus dem System selbst heraus entsteht – tragfähig, kohärent und zukunftsorientiert.
Schwerpunkt: Führungskräfteentwicklung
Führung wirkt immer im Spannungsfeld von Person, Rolle und Organisation.
Ich begleite Führungskräfte dabei, ihr Führungsverständnis zu reflektieren, Rollenkompetenz zu stärken und Entscheidungen bewusst zu gestalten.
Mögliche Schwerpunkte:
- Rollenklärung und Selbstführung
- Entwicklung eines stimmigen Führungsprofils
- Umgang mit Ambivalenzen und Entscheidungsdruck
- Förderung psychologischer Sicherheit im Team
- Reflexion von Verantwortung, Macht und Haltung
Führung wird dabei nicht isoliert betrachtet, sondern im Kontext organisationaler Dynamiken.
Entscheidungen, Kommunikation und Haltung wirken immer systemisch – nach innen wie nach außen.
Schwerpunkt: Teamentwicklung & Konfliktmoderation
Teams sind soziale Systeme mit eigenen Regeln, Dynamiken und Spannungsfeldern.
Ich unterstütze Teams dabei, Zusammenarbeit bewusst zu gestalten, Konflikte konstruktiv zu bearbeiten und Vertrauen zu stärken.
Arbeitsfelder können sein:
- Analyse von Kommunikations- und Beziehungsmustern
- Rollen- und Erwartungsklärung
- Moderation von Spannungs- und Konfliktsituationen
- Begleitung bei Neustrukturierungen oder Zusammenschlüssen
- Aufbau einer klaren Feedback- und Reflexionskultur
Ziel ist eine arbeitsfähige, tragfähige und verantwortungsbewusste Zusammenarbeit.
Schwerpunkt: Gesundheits- und Resilienzberatung in Organisationen
Organisationale Gesundheit entsteht im Zusammenspiel von Struktur, Führung, Kultur und der Fähigkeit, mit Belastungen konstruktiv umzugehen.
Ich arbeite an der Schnittstelle von Arbeitspsychologie, Teamdynamik und organisationaler Entwicklung mit dem Fokus auf:
- Prävention von Überlastung und chronischer Erschöpfung
- Stärkung emotionaler und struktureller Resilienz
- Entwicklung gesunder Kommunikations- und Entscheidungsstrukturen
- Förderung von Selbstwirksamkeit und Verantwortungsübernahme
Resilienz wird nicht nur als individuelle Fähigkeit verstanden, sondern als Eigenschaft des gesamten Systems.
Fachliche Grundlagen
Meine Arbeit verbindet systemtheoretische, konstruktivistische und organisationspsychologische Ansätze mit praktischer Erfahrung aus Leitung, Pädagogik und Supervision.
Sie ist geprägt von:
- ganzheitlicher Perspektive
- Dialog und Beteiligung
- Ressourcenorientierung
- Nachhaltigkeit
- Allparteilichkeit
- wissenschaftlicher Fundierung
- Wertschätzung und Klarheit
Ich verstehe Beratung nicht als externe „Lösungsvorgabe“, sondern als Impuls zur Selbstentwicklung des Systems.
Arbeitsweise und Methodik
Jeder Prozess beginnt mit einer sorgfältigen Auftrags- und Zielklärung.
Mögliche Formate sind unter anderem:
- Organisationsanalysen (Struktur, Kommunikation, Kultur)
- Interventionen (moderierte Entwicklungs- und Strategieprozesse, Führungskräfte-Coaching, Konfliktmoderation uvm.)
- Reflexion und Feedback (Teamworkshops, Reflexionsformate und Lernschleifen)
- Praxisnahe Ausrichtung (bspw. erlebnisorientierte und partizipative Methoden)
Methoden dienen dabei nicht dem Selbstzweck, sondern der Entwicklung eines stimmigen Gesamtbildes.
Je nach Auftrag arbeite ich in Form von Workshops, Prozessbegleitungen oder längerfristigen Entwicklungsformaten.
Zielgruppen
Je nach Auftrag begleite ich:
- Organisationen in Kultur- und Transformationsprozessen
- Führungskräfte in ihrer Rollen- und Führungsentwicklung
- Teams in Phasen von Veränderung, Konflikt oder Neustrukturierung
- Mitarbeitende in Reflexion, Selbstwirksamkeit und Resilienz
Professioneller Nutzen
Veränderung geschieht dort, wo Menschen Systeme bewegen – und Systeme Menschen prägen.
Systemische Organisationsentwicklung unterstützt Organisationen dabei, nicht nur auf akute Probleme zu reagieren, sondern Zusammenhänge frühzeitig zu erkennen und Veränderung aktiv zu gestalten. Sie stärkt die Fähigkeit, mit Komplexität und Unsicherheit konstruktiv umzugehen, und fördert eine tragfähige, gemeinsame Ausrichtung.
Im Mittelpunkt steht die Entwicklung von Selbstorganisation, klaren Strukturen und einer reflektierten Zusammenarbeit. So entsteht langfristige Stabilität ebenso wie die Bereitschaft, Neues zu denken und umzusetzen.
Mein Ziel ist es, Strukturen, Beziehungen und Haltungen so in Balance zu bringen, dass Organisationen lebendig, lernfähig und gesund bleiben.
Fortbildungen
Die Fortbildungen sind praxisnah, abwechslungsreich und genau auf die Bedürfnisse der Teilnehmenden zugeschnitten.
Theorie und Praxis werden eng miteinander verknüpft: die Teilnehmenden lernen, zentrale Erklärungsansätze kennen, reflektieren und erweitern eigene Handlungskompetenzen und üben konkrete Methoden direkt in Rollenspielen ein, um Situationen sicherer und professioneller zu gestalten.
Ziel ist es, Sicherheit, Handlungskompetenz und Selbstvertrauen zu stärken, herausfordernde Situationen professionell zu meistern und die Arbeit oder den Alltag konstruktiv zu gestalten.
Gegebene Fortbildungen
Intensivpädagogik in der Jugendhilfe: Handlungsansätze für herausfordernde Situationen und Zielgruppen
In dieser praxisnahen Fortbildung erhalten Fachkräfte der stationären Jugendhilfe gezielte Werkzeuge, um mit Kindern und Jugendlichen mit komplexen Störungsbildern sicher und professionell zu arbeiten. Die Teilnehmenden lernen die neurobiologischen Grundlagen von Stress und Verhalten kennen – inklusive Fight-or-Flight-Reaktionen, Basisemotionen nach Paul Ekman sowie das „Window of Tolerance“ nach Dr. Dan Siegel. Ergänzt wird dies durch praktische Methoden wie Bottom-Up- und Top-Down-Interventionen, Elemente der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg und Rollenspiele aus dem Alltag. Ziel ist es, herausfordernde Situationen kompetent zu meistern, Störungsbilder besser zu verstehen und stabile, handlungsfähige Beziehungen zu den Jugendlichen aufzubauen.
Resilient im Alltag: Stressmanagement und Selbstfürsorge in sozialen Berufen
In dieser praxisorientierten Fortbildung lernen Fachkräfte aus Jugendhilfe und medizinischen Hilfsdiensten Strategien für Selbstfürsorge und Stressmanagement. Die Teilnehmenden erkennen eigene Warnsignale und Fallstricke, verstehen neurobiologische Grundlagen von Stress und das „Window of Tolerance“ nach Dr. Dan Siegel und setzen Theorie direkt in die Praxis um. Eigene Fälle und Situationen werden eingebracht, reflektiert und mit den gelernten Methoden verknüpft. Ziel ist es, Selbstregulation, emotionale Balance und ein entspanntes Nervensystem zu fördern – für mehr Resilienz im Arbeitsalltag.
Teams mit dysfunktionalen Mustern: Dysfunktionale Muster erkennen und Veränderungsprozesse gestalten
In dieser Fortbildung stehen Teams im Fokus, die in reaktiven Mustern gefangen sind – Verhaltensweisen, die früher Probleme lösten, heute aber oft die Situation verschärfen. Systemimmanente Dynamiken stabilisieren die Problemlage, während das Team häufig im Dramadreieck nach der Transaktionsanalyse von Stephen Karpman agiert. Die Teilnehmenden analysieren Verhaltens- und Kommunikationsmuster, reflektieren Rollenerwartungen, üben Perspektivwechsel und bearbeiten Konfliktsituationen praxisnah. Ziel ist es, Sensibilität für die eigenen Dynamiken zu entwickeln und Entwicklungsprozesse im Team anzustoßen.
Systemische Erlebnispädagogik: Ressourcen aktivieren, Beziehungen stärken, Entwicklung fördern
In dieser Fortbildung arbeiten Fachkräfte der Jugendhilfe gemeinsam mit den betreuten Kindern und Jugendlichen, um erlebnispädagogische Methoden praxisnah zu erfahren. Ziel ist es, Ressourcen zu aktivieren, Beziehungen zu stärken und persönliche sowie gruppendynamische Entwicklungen zu fördern. Die Teilnehmenden lernen Schritt für Schritt systemische und erlebnispädagogische Grundelemente kennen – von Reflexionsübungen über Symbolarbeit, Skalierungen und Aufstellungen bis hin zu Outdoor-Aktivitäten wie Kletterübungen und Lageraufbau. Die Fortbildung legt großen Wert auf Partizipation, Achtsamkeit und Selbstreflexion, unterstützt durch Rituale, gemeinsame Erlebnisse und regelmäßige Feedbackprozesse. So entstehen sichere, wertschätzende Räume, in denen sowohl Fachkräfte als auch Jugendliche persönliche Kompetenzen erweitern und emotionale wie soziale Bindungen stärken können.
Lösungsorientierte Teamdynamik: Teamdynamik konstruktiv gestalten und Potenziale nutzen
In dieser Fortbildung reflektieren Teams ihre eigenen Strukturen, Kommunikations- und Kooperationsmuster und entdecken sowohl genutzte als auch brachliegende Ressourcen. Mithilfe von Skulpturarbeiten, Rollenspielen, erlebnispädagogischen Interventionen und Methoden wie Metaphern- und Skalierungsarbeit werden Hindernisse sichtbar und konkrete Lösungsansätze erarbeitet. Die Teilnehmenden setzen sich mit Rollen, Erwartungen und Perspektiven auseinander, stärken die gemeinsame Zusammenarbeit und erhalten praxisnahe Werkzeuge für eine konstruktive, lösungsorientierte Teamkultur.
Psychische Störungsbilder im Kindes- und Jugendalter: Erkennen, Verstehen, Handeln
In dieser Fortbildung lernen die Teilnehmer (ob Studenten, Fachkräfte oder Angehörige) eine Vielzahl psychischer Störungsbilder kennen, darunter Angststörungen, dissoziale Störungen, hyperkinetische Störungen und Autismus-Spektrum-Störungen. Praxisbeispiele und Alltagserfahrungen der Teilnehmenden werden mit theoretischem Wissen verknüpft, sodass handhabbare Methoden und reflektierte Einstellungen entwickelt werden können. Ziel ist ein fundiertes Verständnis der Störungsbilder, eine professionelle Begleitung der betroffenen Kinder und Jugendlichen sowie die Reflexion der eigenen Rolle und der Anforderungen, die Fachkräfte in der Sozialen Arbeit oder Angehörige in diesem herausfordernden Kontext tragen.
Trauma, Angst & Co.: Handlungskompetenzen für die Jugendhilfe
Diese praxisnahe Fortbildung richtet sich an Fachkräfte der Jugendhilfe, die mit traumatisierten oder ängstlich belasteten Kindern und Jugendlichen arbeiten. Die Teilnehmenden lernen Hintergründe, Entstehungsprozesse und theoretische Modelle von Trauma und Angst kennen – von neurobiologischen und kognitiven Erklärungen über psychoanalytische Ansätze bis hin zum Zwei-Faktoren-Modell. Zentral ist der Transfer in den Alltag: Wie baue ich eine tragfähige Beziehung auf, wie viel Nähe oder Distanz ist angemessen, wie erkenne und begleite ich Dissoziation oder Panikattacken? Praktische Methoden wie Distanzierungs- und Stabilisierungsübungen, das Kennenlernen des BASK-Modell nach Bennet Braun oder der Polyvagal-Theorie nach Stephen Porges, sowie die Reflexion von Schutz- und Risikofaktoren unterstützen Fachkräfte darin, den Alltag der Kinder und Jugendlichen zu erleichtern, sichere Strukturen zu schaffen und handlungsfähig zu bleiben.
Angststörungen im Kindesalter
In dieser Fortbildung lernen Fachkräfte und Angehörige, Angststörungen bei Kindern frühzeitig zu erkennen und sicher damit umzugehen. Vermittelt werden Entstehung, typische Symptome und Unterschiede zwischen altersbedingten Ängsten und behandlungsbedürftigen Störungen. Praxisnah werden Strategien erarbeitet, wie Kinder im Alltag unterstützt werden können, Ängste zu bewältigen, sichere Beziehungen zu fördern und eine professionelle Begleitung zu gewährleisten.
Lösungsorientierte Gesprächsführung
Die lösungsorientierte Gesprächsführung wurde maßgeblich von Steve de Shazer und Insoo Kim Berg entwickelt und ist ein zentraler Ansatz der Kurzzeittherapie. Sie fokussiert sich auf Lösungen und Ressourcen statt auf Probleme, arbeitet mit klaren Zielen, kleinen Schritten und der Aktivierung vorhandener Kompetenzen. Grundpfeiler sind unter anderem das Formulieren konkreter Ziele, das Erkennen von Ausnahmen von Problemen, das Verstärken positiver Veränderungen und die Nutzung konstruktiver Fragen. In der Fortbildung wird dieser Ansatz praxisnah vermittelt: Teilnehmende üben Rollenspiele und bearbeiten konkrete Alltagssituationen, um die Gesprächsführung direkt im beruflichen Kontext anzuwenden und so die Kommunikation mit Klient:innen effektiv, ressourcenorientiert und handlungsfähig zu gestalten.
Gewaltfreie Kommunikation nach M. Rosenberg
In dieser Fortbildung lernen Teilnehmende die Grundprinzipien der Gewaltfreien Kommunikation (GfK) nach Marshall B. Rosenberg kennen: Bewusstes Wahrnehmen, klare Ausdrucksweise, das Erkennen eigener Bedürfnisse und die einfühlsame Verbindung zu den Bedürfnissen anderer. Neben theoretischem Input üben die Teilnehmenden praxisnah anhand von Fallbeispielen, wie Konflikte respektvoll angesprochen, Missverständnisse geklärt und Lösungen konstruktiv erarbeitet werden können. Ziel ist es, die Kommunikation im beruflichen Alltag sicherer, wertschätzender und effektiver zu gestalten und so Beziehungen zu Kolleg:innen, Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu stärken.
Macht und Ohnmacht in der Jugendhilfe – Sicher agieren in Gewaltsituationen
Wo Eskalation droht, sind Fachkräfte oft zwischen Verantwortung, Selbstschutz und pädagogischem Anspruch gefordert. Diese Fortbildung setzt genau dort an: Sie stärkt die professionelle Haltung in Situationen, in denen Macht, Ohnmacht und intensive Emotionen spürbar werden. Die Teilnehmenden beschäftigen sich mit Dominanzsignalen, Nähe- und Distanzregulation sowie dem achtsamen Handeln in akuten Krisen. Bausteine aus der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg, konkrete Deeskalationstechniken, der Einsatz klarer Signalwörter und ein strukturiertes Krisenmanagement im Team vermitteln Sicherheit und Orientierung.
Ziel ist es, Eskalationen frühzeitig zu erkennen, ruhig und klar zu intervenieren und auch unter Druck handlungsfähig zu bleiben – für die eigene Sicherheit, für das Team und für einen professionellen Umgang mit gewaltbereiten Kindern und Jugendlichen.
